text konzept

Werbetexte. Pressetexte. Webtexte.

    Gute Zeilen, schlechte Zeilen

    Nutzen: Ein Texter nützt Ihnen nur, wenn er auch den Nutzen Ihres Produktes in den Vordergrund stellt.

    Komplexität: Auch wenn Ihre Fachabteilung auf sehr komplizierten Formu- lierungen besteht:
    Hände weg von
    „Unser Produkt hat nach übergreifender Analyse des umfassenden Leis- tungsportfolios eine klar prozessorientierte Funk- tion, mit der man große Anreize für eine über- greifende, ganzheitliche Motivation schafft, den Weg innovativ für neue Potenziale und die Hebung von Synergien ebnet sowie gleichzeitig die Bündelung bisher perennierend nicht genutzter individueller Ressourcen initialisiert.“

    Kurz und knapp: Die 10 Gebote kommen mit 279 Wörtern aus. Der Beipackzettel einer bekannten Kopfschmerztablette braucht über 1.500. Fazit: Schreibe kurz und prägnant - es tut nicht weh.

    Aktiv: Immer aktiv schreiben. Und das Passiv vermeiden. Passiv klingt nach Bürokratie, Amtsschimmel, Stadtverwaltung. Werbung ist anders. Bei jedem wurde, wird und werden richtig zusammen- zucken. Und neu formulieren.

    Speak deutsch, please:
    Wenn auf der Visitenkarte Chief Financial Officer steht, mag das noch Sinn machen. Aber wie sinn- reich ist es, vom Point Of Sale zu schrei- ben, wenn Sie einfach nur den Kiosk meinen?

Merkmale für handwerkliche Mängel:

Superlative machen Deinen Text größer.

Substantivierte Verben sind genau Dein Ding.

1.000 Adjektive machen Deinen Text lebendiger.

Füllwörter geben Deinem Text die nötige Länge.

Verzwickte Schachtelsätze halten Deine Leser am Text.

Zig Aussagen in einem Satz machen den Inhalt wuchtig.

Traurige Worte lassen Deine Leser besser mitfühlen.

Spannung ist ein übles Gerücht aus der Belletristik.

Aufzählungen sind nur was für Geistesarme.

Lektoren und Korrektoren sind rausgeschmissenes Geld.

Zutaten für einen schlechten Text sind:

Ich bin der fähigste Schreiber der Welt.

Ich quäle mich aus dem Bett, aber nie beim Texten.

Ich musste noch nie einen Text überarbeiten.

Wenn der Leser Unterhaltung will, sieht er fern.

Ich benutze ein großes Fremdwörter-Repertoire.

Textkritiker sind bloß eifersüchtige Zeitgenossen.

Wer meine Texte nicht versteht, muss zweimal lesen.

Was im Text fehlt, muss sich der Leser hinzudenken.

Ich schreibe so ausschweifend, dass Internetnutzer eine Stunde lang fasziniert meine Texte lesen.